R I o n n y – Kinderbuch

Buch + CDs Bestellung an: info@rionny-kinderbuch.de                                               E-Books und Hörbücher sind über verschiedene Anbieter erhältlich! Klicken Sie auf das Bild und folgen dem Link zum Anbieter!

Trag Du mich doch mal!

.........Kröterich Fred und seine Frau Berta waren schon mehrere Nächte unterwegs. Bis zum Teich war es noch ein ganzes Stück und Berta trug ihren Gatten die ganze Zeit auf dem Rücken.    Scannen0051     

   Berta war eine starke und kräftig gebaute Kröte, so wie die meisten ihrer Artgenossinnen. Fred dagegen war etwas schmächtig und einen ganzen Kopf kleiner als seine Frau, was aber bei Kröten durchaus normal ist.   

Hätte ihn seine Frau nicht getragen, wären sie wahrscheinlich nicht so gut vorangekommen. Fred hatte zwar kräftige Vorderarme, aber das kam auch nur daher, weil er sich bei Berta immer recht gut unter den Achseln festklammern musste.

Fred und Berta waren, wie die meisten Krötenpaare zu dieser Zeit, unterwegs zum Teich, der am Rande des Waldes lag. Fred wusste, dass seine Frau bald ihre Eier im Wasser ablegen würde und er musste sie dabei unterstützen.

Berta schnaufte schwer unter der Last ihres Mannes. Aber sie war eisern und zäh. Zudem hatte sie sich schon daran gewöhnt, jedes Jahr im Frühling die beschwerliche Reise auf sich zu nehmen. Sie kannte die Strecke in und auswendig und sie wusste, wenn sie den nächsten Anstieg hinter sich hatten, wäre es nicht mehr weit.

Doch in diesem Jahr schien der Anstieg nicht enden zu wollen. Berta spürte, wie ihre Kraft nachließ und ihre Beine immer schwerer wurden. Schließlich musste sie eine Pause einlegen. Verärgert blieb sie stehen:

„Fred!“, schnaufte Berta schwer, „ich kann nicht mehr!“ Jedes Jahr habe ich Dich zum Teich getragen, jetzt reicht es mir!“ Verschreckt blickte Fred auf seine Frau hinab. Er wusste nicht was er sagen sollte.

Unsicher fragte er: „Aber was sollten wir denn jetzt machen?“ Scannen0050

„Trag Du mich doch mal!“, erwiderte Berta.

Fred riss seine Augen weit auf und es dauerte eine Weile, bis er richtig verstand, was seine Frau von ihm verlangte. Er wusste nicht, wie er seiner Frau diesen Wunsch erfüllen konnte. ...........